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Anita: Cambodia

(Archiv-Seite - letzte Aktualisierung: 11.08.2000)

Cambodia, 13.Juni - Mitte Juli

surasday!

Nach einem kurzen Abstecher auf die Insel Ko Chang (in Thailand), gings am 13. Juni ab nach Cambodia! Die Vorfreude war gross, habe ich doch soviel Positives ueber dieses Land gehoert und vorallem war ich gespannt auf Angkor Wat, die weltberuehmte riesige Tempelanlage.

Wir (ich bin immer noch mit Chantal unterwegs) haben unsere Visa bereits in Bangkok geholt und benutzten den Grenzuebergang im Sueden, d.h. von Hat Lek (in Thailand) nach Kro Kong (in Cambodia). Im Guesthouse in Kro Krong lagen dann anstelle von Seife und Schampoo gleich Kondome bereit...der Sextourismus in Cambodia laesst gruessen. Und wir wurden auch gleich gefragt: do you smoke?...

Von Kro Kong gings dann am naechsten Tag gleich weiter nach Sihanoukville, zu den Straenden von Cambodia. Die Ueberfahrt per Boot war "wellenreich", ich dachte, ich ueberlebe es nicht und war froh, einige Plastiksaecke griffbereit zu haben... Sihanouksville ist im Allgemeinen nichts Besonderes, doch das "Quartier" indem sich unser Guesthouse befand, nahe beim "Victory beach", war so gemuetlich, dass wir 2 Tage geblieben sind. Die Straende sind okay kommen aber natuerlich nie and die von Thailand heran...

Per Bus gings dann weiter in die Hauptstadt von Cambodia, Phnom Penh. Auf dem Weg haben wir noch glatt eine Kuh gerammt, die "Arme" ist aber, so hoffe ich auf jeden Fall, mit einem Schrecken davongekommen. Phnom Penh hat mir recht gut gefallen und mich auch erstaunt. Du bekommst fast alles hier, was dein Herz begehrt, obwohl die "Toblerone" nicht ganz so ist, wie sie sein sollte. Der franzoesische Einfluss ist gut sichtbar, vorallem wenn du am Fluss entlang laeuft, man fuehlt sich fast ein bisschen wie in Suedfrankreich. "the russian market" ist auf jeden Fall ein Besuch wert, der richtige Ort um sein Geld loszuwerden.

Vorallem aber machts sich die "traurige" Seite von Cambodia hier sichtbar. Wir besichtigen das Museum S-21, eine ehemalige Schule, die unter dem Pol Pot Regime zu einem Folterzentrum umgebaut wurde. Und was man hier zu Gesicht bekommt, dafuer fehlen einem fast die Worte. Unfassbar und unbegreiflich. Drei von sieben Millionen Kambodschaner kamen unter dem Pol Pot Regime um, du findest keine Familie in Kambodscha, die nicht mindestens ein Familienmitglied in dieser Zeit verloren hat. Auch unser motorbike driver, der uns zu den "killing fields" gefuehrt hat, hat seinen aelteren Bruder verloren. Dieser sprach Franzoesich, Grund genug, ihn zu ermorden. Alle gebildeten Leute, wie Aerzte, Lehrer...waren in den Augen der Khymer Rouge eine Gefahr. Und mit ihnen auch ihre Familien. All die Leute, die im S-21 Gefaengnis waren, wurden spaeter zu diesem killing field gefuehrt, wo man sie kaltbluetig ermordet hat. Es steht nun ein Denkmal dort, gefuellt mit Knochen und Schaedel der Opfer...

Ich habe noch nie soviele amputierte Leute gesehen, Landminen sind immer noch ein grossen Problem in Kambodia. Nach 4 Tagen Phnom Penh gings per Minibus nach Siam Reap, Angkor Wat ich komme! Wir haben uns lange ueberlegt, ob wir per Boot (22$) oder per Minibus (9$) reisen sollten. Die Strassen seien sehr schlecht und obs auch sicher sei? Es wird ja immer wieder gewarnt, vor vorgetaeuschten Pannen und Ueberfaellen. Obwohl das Boot auch nicht die sicherste Variante ist, vor ein paar Monaten sei Eines gesunken... Die Strasse war holprig und schlecht, aber wir habens ueberlebt und ich hab den besten Sitz abgekriegt, gleich neben dem Fahrer.

Siam Reap ist ein kleiner touristischer Ort und nebst Angkor Wat gibts nicht viel zu sehen. Ja und dann Angkor Wat, WOW! Faszienierend, stunning, majestaetisch, impressive, kraftvoll, atemberaubend, so etwa wuerde ich es beschreiben. Wir haben einen 3 Tagespass geloest und diesen voll ausgenuetzt. Jeden Tag ca. 8 Stunden sind wir in diesen zahlreichen Tempeln herumgewandert. Ich bin tief beeindruckt was diese Leute mit ihren Haenden geschaffen haben. Und das zu einer Zeit ohne Hilfsmittel wie Computern. Nur leider haben wir keinen Sonnenaufgang oder Untergang gesehen, Angkor Wat bei diesem Licht muss ueberwaeltigend sein, es war immer zu bewoelkt.

Von Siam Reap sind wir per Boot weiter nach Battambang. Wir wollten unbedingt die Strasse zwischen Siam Reap und Poipet meiden, ich hatte keine Lust auf der Strasse zu uebernachten oder im Schlamm baden zu gehen, man hoert so viele Geschichten in welchem "miesen Zustand" diese Strasse sein muss. Obwohl eine Erfahrung ist eine Erfahrung...

Auf dem Boot nach Battambang, ich war gerade so schoen am schlafen, fiel ploetzlich Etwas mit voller Wucht auf mich. Noch immer im Halbschlaf schaue ich mich um...und schwupp bin ich auch schon auf den Beinen! Neben meinem Sitz liegt ein, ich uebertreibe nicht, ca. 80cm. langer Fisch. Er ist direkt in unser Boot gesprungen, fischen in Cambodia scheint einfach zu sein! Ich war dann auch dementsprechend voller Fischschleim, auch das ist eine Erfahrung...Erstaunlicherweise haben sie den armen Fisch wieder ins Wasser gelassen. Wir sind also beide mit einem leichten Schock davongekommen.

Nach Battambang gings wieder zurueck nach Thailand. Besonders zu erwaehnen ist vielleicht noch der Grenzuebergang in Poipet. Die Seite in Cambodia ist total "dreckig", die Strassen voller Schlamm und Schlagloecher, ein einziges Chaos, und kaum bist du auf der Seite Thailands, hast du gute Strassen, saubere Toiletten, und alles scheint so organisiert... However, I enjoyed Cambodia a lot! Und ich kann es allen weiterempfehlen! Anita, 19.7.2000

Anita