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Anita: Myanmar

(Archiv-Seite - letzte Aktualisierung: 08.2000)

Myanmar, 3.5. - 30.5.

Route: Yangon - Kyaikto - Bago - Kalaw - Pindaya - Inle Lake - Mandalay - Pyin-u-Laq - Mandalay - Bagan - Yangon

Mingalaba!

Nachdem mir etliche "travellers" von Myanmar vorgeschwaermt haben und mein Visa fuer Thailand am Ablaufen war und ich in den naechsten Tagen ausreisen musste, habe ich mich entschlossen, Myanmar zu entdecken. Waehrend meinen Tauchversuechen auf Ko Tao habe ich Chantal getroffen, die sich spontan entschlossen hat, mitzukommen.
So let's do it!

In Bangkok hatten wir 2 Tage Zeit, Visa und Flugtickets zu organisieren,uns mit Mueckenschutzmittel (verbreitete Malariagefahr) und mit dem Lonely planet einzudecken. In dem haben wir dann auf dem Weg zum Flughafen gelesen, es sei dringenst zu vermeiden mit Myanmar Airways zu fliegen (etliche Crashs in den letzten Jahren, kaputte Sitze, schlechter Service...) yaps, wir haben mit dieser Gesellschaft gebucht, kann ja heiter werden! Umso groesser die Ueberraschung, der Flug war perfekt, das Essen delicious!

In Yangon (die Hauptstadt) am Flughafen angekommen, mussten wir erstmals ganze 300 $ in FEC (Foreign Exchange Currencies) umtauschen, die du dann spaeter auf dem Schwarzmarkt in kjats (lokale Waehrung) umtauschst. (Der Kurs auf dem Schwarzmarkt ist 1 $ = 335 k, offizieller Kurs 1 $ = 6 k, wo habe ich wohl gewechselt?) Auf meine Frage oeb man auch weniger $ wechseln kann, bekam ich laechelnd zur Antwort: do you have a present for me? Tja, faengt ja gut an, ich habe 300 $ gewechselt und das ist auch genau der Betrag, den du in 28 Tagen brauchst.

Wir hatten auch schon eine Einladung fuer Yangon in der Tasche. Eine Frau, die wir in der Botschaft in Bangkok getroffen haben, und die auf dem Weg nach Hause war, hat uns gleich in ihr Haus eingeladen. Die burmesische Gastfreundschaft haben wir also schon frueh kennengelernt! Sie hat fuer uns gekocht, uns die beruehmte Shwedagon Pagode gezeigt, und vorallem Interessantes ueber ihr Land erzaehlt. Aber immer mit Vorsicht, du weisst ja nie, wo der naechste Spion lauert. Immer wenn wir mit "locals" diskutiert haben, versuchten wir zuerst, ihre politische Haltung herauszufinden, und ob sie bereit waren darueber zu sprechen, wir wollten niemanden in Schwierigkeiten bringen.

Du brauchst Zeit in Myanmar von A nach B zu kommen. Erstens da die Leute so hilfsbereit, aufmerksam und interessiert sind und immerfort mit dir reden wollen (die meisten Burmesen haben keinen Pass, zu teuer, und waren nie ausserhalb des Landes, umso groesser ihr Intresse an Touristen) und zweitens da du oft groessere Bustrips in Kauf nehmen musst. Wie zum Beispiel von Bago nach Kalaw, 15 Stunden. Aber das ist keine verlorene Zeit, die Landschaft ist wunderschoen und abwechlsungsreich. Immer wieder faszinierend, wie inmitten der Landschaft eine goldene Kuppel auftaucht. Was sie hier highway nennen, ist bei uns ein besserer Wald und Wiesenweg. In der Nacht siehst du am Strassenrand Kerzen brennen, die Strassenbeleuchtung?

Myanmar - the golden land, das trifft vorallem fuer all die Pagoden, Tempeln und Buddhas zu. Ich habe ja bereits Viele gesehen, aber das hier uebertrifft alles. Mein Bedarf wird fuer eine Weile gedeckt sein! In Kyaikto steht die "goldenrock pagode", eine auf einem Felsen balancierende Pagode. Als wir diese naeher betrachten wollten, wurden wir von 2 Uniformierten aufgehalten, fuer Frauen nicht erlaubt! Tja, dreimal leer schlucken und weiterziehen!

Myanamr, auch das Land der Gegensaetze! Da siehst du Leute noch mit dem Ochsenkarren arbeiten und in armseligen Huetten wohnen und ploetzlich findest du dich in Gegenden wieder, wo sich eine Villa an die andere reiht. Ueberall Schilder: Please provide necessary assistance to international travellers, oder Andere mit "the peoples desires", die ich hier nicht naeher beschreiben werde.

Die Burmesen (auch die Maenner) tragen die traditionellen "longis" eine Art Wickelrock, ich habe mir auch einen gekauft, aber habe, nachdem mir mehrmals gezeigt wurde wie, die Wickeltechnik immer noch nicht raus! (Sieht uebrigens gar nicht schlecht aus - Maenner im Rock...) Die Frauen schlotten oft so eine Art Zigarre und die Zaehne der meisten Leute sind rot verfaerbt vom ewigen Tabak (mit weiss nicht was vermischt) kauen. Abscheulich! Und es wird auch immer fleissig auf den Boden gespuckt, an das "begleitende" Geraeusch hab ich mich immer noch nicht gewoehnt.

In Kalaw gingen wir auf einen Tagestrekk und kamen total nass zurueck, die Regenzeit faengt langsam aber sicher an. Sam, unser Guide hat uns anschliessend zum Essen nach Hause eingeladen und ich bekam das beste Essen von ganz Myanmar aufgetischt. Sam, ich werde dein Peanut Curry nie vergessen! Wie gesagt, die Gastfreundschaft ist ueberwaeltigend und es sind so herzliche und liebenswuerdige Menschen mit dem waermsten Laecheln auf dem Gesicht.

Hungrig verlaesst du in diesem Land nie einen Tisch. Alle "sidedishes" werden staendig nachgefuellt. Das Essen ist hervorragend, nur schade, dass alles immer im Oel gedreht wird.

In Pyin-u-Law radelten wir zu den Wasserfaellen und ich bin tatsaechlich im a...kalten Wasser baden gegangen, aber natuerlich mit sarong!

In Pindaya Besuch einer Hoehle, ausstaffiert mit 8000 Buddhas (als wenn ich noch nicht genug gesehen haette) und eines Familienbetriebs, die die vielgesehenen Papierschirme herstellen (und ich bin wieder um ein Souvenir reicher...). Den Weg zum Inle Lake legen wir mit dem gaengigsten Transportmittel zurueck, dem Pickup. Aber diesmal auf dem Dach, welch Wunder. Frauen sind eigentlich auf dem Dach nicht erlaubt, man waere dann hoeher als der Mann im Pickup...Es ist eine abenteuerliche Fahrt, 7 Stunden lang, die Wartezeit bei diversen Pannen inbegriffen. Es ist erstaunlich, wieviele Leute sie hier in einen Pickup bringen. Normalerweise haetten ca. 10 Leute Platz, nicht selten sind es 40, was ja lustig sein koennte, wuerde nicht dein Hintern schmerzen und waere nicht das einzige Koerperteil, das du bewegen kannst, deinen kleinen Zehen...

In Bagan hatten wir weniger Glueck mit dem Wetter, es regnete fuer vier Tage. Dabei wollten wir all diese Tempelanlagen (zu verleichen mit Ankorvat in Kambodia) bei Sonnenuntergang, resp. Sonnenaufgang sehen. Wir sind zwar um 04.30 aufgestanden und nach einer halbstuendiger Fahrt auf dem Fahrrad beim hoechsten Tempel angelangt (nachdem ich noch kurz mit dem bike in einer Pfuetze baden gegangen bin) und haben die atemberaumende Sicht genossen, aber wie gesagt, ohne einen aufgehende Sonne zu sehen, die hat sich schoen hinter den Wolken versteckt. Dafuer gabs am Abend eine grandiose Massage, Relfexzonenbearbeitung...Wow, hat das gut getan.

Myanmar - sicher eine Reise wert und voller Schoenheiten und Entdeckungen. Ich hatte eine wundervolle Zeit und wer weiss, vielleicht kehre ich eines Tages zurueck?

Jetzt gehts erst einmal an den Strand auf Ko Chang (in Thailand) und dann weiter fuer 10 Tage nach Kambodscha. Ich werde mich wieder melden, falls ihr meiner Mails noch nicht muede seid? Meine Website kennt ihr ja, ich werde in Zukunft auch Berichte dort veroeffentlichen. www.tomk.ch/anita/

Love and sunshine

Anita